Was ist passiert?
Huthi-Angriffe auf saudische Öldepots entlang des Roten Meeres am Sonntag haben zu einer erheblichen Verlangsamung des Schiffsverkehrs durch die Bab-el-Mandeb-Straße geführt, so Daten der Analyseplattform Kpler. Die Straße verzeichnete am Montag nur 11 Frachtschiffe, die niedrigste Zahl seit Monaten, da die Aktionen der militantengruppe einen wichtigen globalen Energie-Engpass stören.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Unter den verfolgten Schiffen fuhren drei von sieben Öltankern ins Rote Meer ein, zwei davon in Richtung des saudischen Hafens Yanbu, um Rohöl zu laden. Ein Tanker stand mit Russland in Verbindung, während vier weitere 2 Millionen Barrel saudisches und emiratisches Rohöl transportierten. Ein separater VLCC (Very Large Crude Carrier) unter der Flagge Hongkongs wurde ebenfalls gesichtet, und ein Tanker mit 750.000 Barrel saudischem Rohöl war auf dem Weg nach Pakistan.
Die von den Huthi verhängte Blockade, die letzte Woche als Reaktion auf einen Angriff auf den internationalen Flughafen Sanaa verhängt wurde, zielt darauf ab, den Handelsverkehr zu stören und Druck auf die US-Partner im Persischen Golf auszuüben. Die Trump-Administration hat die Huthi als ausländische terroristische Organisation eingestuft, und der Iran unterstützt die Gruppe. Präsident Trump warnte, dass der Iran für die Angriffe verantwortlich gemacht werde.
Die Ölpreise reagierten zurückhaltend auf die Nachrichten, wobei der internationale Benchmark Brent auf knapp über 90 $ pro Barrel fiel, nachdem er Anfang der Woche auf rund 101 $ gestiegen war. West Texas Intermediate (WTI) fiel auf über 83 $ pro Barrel. Die Bab-el-Mandeb-Straße wird von etwa 8 % des globalen Öltransports genutzt, vieles davon aus Saudi-Arabien unter Umgehung der Straße von Hormus.
Worauf Trader achten sollten
Marktteilnehmer beobachten nun die Situation auf eine weitere Eskalation. Der reduzierte Verkehr schürt Ängste vor Versorgungsunterbrechungen, was die Intraday-Volatilität bei ölgebundenen Währungen und Energieaktien anheizen könnte. Spekulative Händler könnten nach schnellen Einstiegen Ausschau halten, falls die Spannungen eskalieren oder diplomatische Bemühungen zur Deeskalation des Konflikts auftauchen.
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