Was ist passiert?
Die Trump-Administration steht Berichten zufolge kurz vor dem Abschluss eines zivilen Nuklear-Kooperationsabkommens mit Saudi-Arabien, das dem Königreich erlauben könnte, eigenes Uran anzureichern, wie mehrere Berichte melden. Das als '123-Abkommen' bekannte Abkommen soll bereits am Mittwoch angekündigt werden und eine Laufzeit von 30 Jahren haben. Es bietet einen Rahmen für US-Unternehmen, um Saudi-Arabiens ziviles Nuklearprogramm zu entwickeln. Das Abkommen soll die Beziehungen zwischen Washington und Riad im Zuge des anhaltenden Konflikts mit dem Iran stärken und gleichzeitig Milliarden von Dollar für die US-Atomindustrie generieren.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Unter den Bedingungen könnte Saudi-Arabien möglicherweise Uran anreichern oder Plutonium verarbeiten, nachdem eine gemeinsame US-saudische Studie zur Wirtschaftlichkeit der heimischen Brennstoffproduktion durchgeführt wurde, so Beamte gegenüber der New York Times. Das Abkommen beinhaltet Berichten zufolge im Vergleich zu früheren US-Nuklear-Kooperationsabkommen geringere Anforderungen an internationale Inspektionen und stellt eine Abkehr vom 'Goldstandard' des US-Atomabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten von 2009 dar, in dem sich Abu Dhabi verpflichtete, kein Uran anzureichern und erweiterte IAEO-Inspektionen zuzulassen.
Das Abkommen enthält auch zwei geheime Nebenabreden, die die Trump-Administration aus Gründen der nationalen Sicherheit und des Geschäftsgeheimnisses geheim halten will, so die Times. Energieminister Chris Wright soll das Abkommen gemeinsam mit dem saudischen Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman unterzeichnen, mit dem er das Abkommen während einer Reise in die Region im letzten Jahr besprochen hatte.
Worauf Trader achten sollten
Der Kongress wird 90 Tage Zeit haben, um das Abkommen zu prüfen, nachdem es gemäß dem Atomic Energy Act vorgelegt wurde. Das Abkommen wird wahrscheinlich angenommen, es sei denn, die Abgeordneten sichern genügend Stimmen, um Präsident Trumps Maßnahme zu überstimmen. Das Weiße Haus hat sich zu den Berichten noch nicht geäußert.
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