Was ist passiert?
Der Leiter der Forschung von Galaxy Research hat eine vierte Runde organisierter Angriffe auf Coldcard-Hardware-Wallets gemeldet. Die Überwachung entdeckte verdächtige Bitcoin-Mempool-Aktivitäten, wobei ähnliche Transaktionen noch auf Bestätigung warten, während bereits bestätigte Transaktionen RBF aktiviert zeigen.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Zwischen den Blöcken 960.778 und 960.792 wurden in etwa 2,5 Stunden rund 218 Transaktionen beobachtet. Sie betrafen 462 Opferadressen, 216 neue Zieladressen und insgesamt 388,92748828 BTC. Die Auskehrrate pro Block erreichte in diesem Zeitraum 13,8 gegenüber 0,3 in einem Kontrollzeitraum vor dem Vorfall, also etwa eine 45-fache Steigerung.
Die Transaktionen folgten einer 1:1-Topologie, wobei jede Opferadresse auf eine neue Zieladresse abgebildet wurde. Nur eine Zieladresse erhielt zwei Auskehrungen, und es erschienen keine Konsolidierungsadressen. Einige Gelder wurden bereits auf Adressen der zweiten Ebene verschoben, was auf einen laufenden, strukturierten Abzugsprozess hindeutet.
Bemerkenswert ist, dass alle Transaktionseingänge nicht früher als die Coldcard-Firmware-Grenze lagen, ein Detail, das helfen könnte, den möglichen Angriffsvektor einzugrenzen. Die Entwicklung wirft neue Fragen zur Sicherheit von Hardware-Wallets auf, selbst solcher, die weit verbreitet für Kaltlagerung genutzt werden.
Worauf Trader achten sollten
Für Kryptomärkte können solche Vorfälle die Stimmung rund um Self-Custody und die Zuverlässigkeit von Hardware-Wallets beeinflussen. Intraday-Händler könnten auf weitere Offenlegungen achten, und ein breiterer Vertrauensverlust in Kaltlagerung könnte Risikoaversion verstärken und möglicherweise die Volatilität in BTC-bezogenen Märkten erhöhen.