Was ist passiert?
Fotos, die Reuters am Freitag während einer Kabinettssitzung in Camp David aufgenommen hat, zeigen den Notizblock von US-Finanzminister Scott Bessent, der unter seinem Namensschild sichtbar ist, mit einem Tagesordnungspunkt „Yen für 50–100 Milliarden Dollar kaufen“. Das Bild wurde um 11:33 Uhr ET während des für die Presse offenen Teils der Sitzung aufgenommen. Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte weder den Inhalt des Notizblocks noch die Frage kommentieren, ob am Freitag interveniert wurde.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Unabhängig davon berichtete die Financial Times, dass das Finanzministerium am Freitag am Yen-Markt interveniert habe – das wäre die erste gemeinsame US-japanische Operation seit fast 30 Jahren, um den Yen durch direkte Käufe zu stützen. Drei mit der Sache vertraute Personen sagten, dass die New Yorker Fed den ungewöhnlichen Handel im Auftrag des Finanzministeriums ausgeführt habe, indem sie Euro verkaufte, um Yen zu kaufen. Zwei der Quellen sagten, die Transaktionen seien über Goldman Sachs und Morgan Stanley abgewickelt worden.
Laut FT-Bericht hatte das Finanzministerium mehrere Wall-Street-Banken vorab informiert, dass es eine Intervention beim Yen erwäge. Die letzte US-Intervention beim Yen war 2011, aber damals wurden Yen verkauft, nicht gekauft.
Die angebliche Notiz von Finanzminister Bessent und die gemeldete Intervention kommen zu einem Zeitpunkt, da sich die Devisenmärkte auf politische Divergenzen und die Stärke des Dollars konzentrieren. Ein Schritt Washingtons, Yen direkt zu kaufen, wäre ein seltener Schritt und könnte, falls bestätigt, die Volatilität über Anlageklassen hinweg beeinflussen.
Worauf Trader achten sollten
Für den Intraday-Handel mit Spekulationen können Nachrichten über koordinierte Währungsmaßnahmen die Risikoneigung und die Dollar-Liquiditätsbedingungen verändern. Auch wenn der direkte Krypto-Bezug indirekt ist, fallen Phasen starker Währungsbewegungen oft mit breiteren Schwankungen bei risikoreichen Anlagen, einschließlich digitaler Vermögenswerte, zusammen, wenn Händler ihre Positionen und Finanzierungsdynamik neu bewerten.
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