Was ist passiert?
Die Bank von Japan hat ihren Leitzins am Freitag bei 1% belassen und entsprach damit den Markterwartungen. Die Entscheidung folgte auf die Erhöhung im Vormonat, die die Zinsen auf den höchsten Stand seit 1995 angehoben hatte.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Das Vorstandsmitglied Hajime Takata stimmte dagegen und forderte eine Anhebung um 25 Basispunkte. Takata argumentierte, dass die Wirtschaft in eine neue Phase eingetreten sei und die BOJ einen flexiblen Ansatz benötige, um Aufwärtsrisiken für die Preise und Veränderungen der externen Finanzbedingungen zu bewältigen.
Die Zentralbank wiederholte, dass sie die Zinsen weiterhin anpassen werde, abhängig von der wirtschaftlichen und preislichen Entwicklung sowie den Finanzbedingungen. Sie erklärte, dass die zugrunde liegende Inflation nahe 2% liege und die Finanzbedingungen weiterhin unterstützend seien, während sowohl signifikante Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaktivität als auch Aufwärtsrisiken für die Preise abgenommen hätten.
In den neuesten Projektionen senkte die BOJ ihre Prognose für den Kern-CPI im Fiskaljahr 2026 von 2,8% auf 2,5% und hob ihre BIP-Wachstumsprognose für dasselbe Jahr von 0,5% auf 0,6% an.
Worauf Trader achten sollten
Für die Kryptomärkte entsprach die Entscheidung weitgehend den Erwartungen, sodass die unmittelbaren Auswirkungen auf Liquidität und Risikobereitschaft wahrscheinlich begrenzt sind. Das anhaltende Signal der BOJ über mögliche zukünftige Zinserhöhungen könnte jedoch die globalen Zinsen stützen und im Laufe der Zeit möglicherweise spekulative Vermögenswerte belasten. Händler könnten Yen-Bewegungen und globale Renditeentwicklungen als kurzzeitige Hinweise beobachten.
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