Was ist passiert?
Präsident Trump forderte am Mittwoch die Gesetzgeber auf, dem Russland-Sanktionsgesetz Zollbefugnisse auf Iran hinzuzufügen, ein Schritt, der den Weg des Gesetzes im Repräsentantenhaus erschweren könnte. Das nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham benannte Gesetz wurde am Dienstag mit überwältigender Mehrheit von 86 zu 12 Stimmen im Senat verabschiedet.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Gegenüber Reportern im Oval Office sagte Trump, er wolle, dass das Gesetz Zölle auf Iran enthält, nicht nur Sanktionen. „Ich möchte, dass sie Iran als Zölle hinzufügen, nicht nur als Sanktionen, ich denke, das ist wichtig, das wollte Lindsey“, erklärte er.
Die vom Senat verabschiedete Version gibt dem Präsidenten bereits die Befugnis, Zölle von bis zu 100 Prozent auf die fünf größten Käufer russischer Energie, militärischer Ausrüstung oder Länder, die die Sanktionsumgehung erleichtern, zu erheben, wobei China, Indien und südostasiatische Nationen ins Visier genommen werden. Sie enthält auch einen Zoll von 500 Prozent auf russische Importe in die USA.
Allerdings ist der US-Handel mit Iran minimal, mit nur 1,4 Millionen Dollar an Importen im Jahr 2025, verglichen mit 3,8 Milliarden Dollar aus Russland. Es bleibt unklar, welche Länder Trump mit den Iran-bezogenen Zollbefugnissen ins Visier nehmen will.
Das Repräsentantenhaus soll die Senatsversion unter Ausschluss der Geschäftsordnung aufgreifen, was Änderungsanträge verbietet und eine Zweidrittelmehrheit für die Verabschiedung erfordert. Trumps neue Forderung könnte die Republikaner im Repräsentantenhaus dazu veranlassen, Änderungen zu suchen, was das Gesetz für Änderungsanträge öffnen und die Opposition der Demokraten riskieren könnte.
Worauf Trader achten sollten
Senatorin Jeanne Shaheen, eine führende Mitverfasserin, sagte, sie werde daran arbeiten, die Kollegen im Repräsentantenhaus zu überzeugen, das Gesetz so zu verabschieden, wie es ist. Wenn Zölle auf Iran nicht enthalten sind, könnte Trump ein Veto gegen das Gesetz einlegen, was eine Zweidrittel-Abstimmung im Senat zur Aufhebung des Vetos erzwingen würde – eine herausfordernde Aussicht angesichts des aktuellen politischen Klimas.
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