Was ist passiert?
US- und saudi-arabische Streitkräfte haben in der Nacht gemeinsame Luftangriffe auf vom Iran unterstützte Milizen im Irak durchgeführt und damit die regionalen Spannungen verschärft und die Ölpreise in die Höhe getrieben. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf wiederholte Drohnenangriffe auf die Ölverarbeitungsanlage von Saudi Aramco in Abqaiq, der weltweit größten Rohölstabilisierungsanlage, die etwa 7 Millionen Barrel pro Tag verarbeiten kann. Brent-Rohöl stieg nach den Nachrichten um 3,44 Prozent auf 81,46 Dollar pro Barrel.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Houthi-Rebellen griffen am Wochenende auch eine Aramco-Raffinerie in Dschaizan, Saudi-Arabien, an und erzwangen eine vorübergehende Schließung. Dies folgte auf einen Angriff auf einen saudischen Öltanker in der Bab-el-Mandeb-Straße, einem kritischen Engpass für globale Öllieferungen. Am Dienstag schlug Teheran getrennt davon eine US-Basis in Jordanien, wobei das jordanische Militär fünf Raketen abfing.
Die erste Runde gemeinsamer US-saudi-arabischer Vergeltungsangriffe tötete 20 Milizionäre, so die Associated Press. Die erneuten Kämpfe kommen, nachdem der Iran einen Vorschlag Omans zur gemeinsamen Kontrolle der Schifffahrt durch die Straße von Hormus abgelehnt hat. Der stellvertretende Außenminister des Iran erklärte, die Straße solle "niemals in ihre Vorkriegssituation zurückkehren".
Der Iran bedroht weiterhin Schiffe, denen er die Durchfahrt ohne Erlaubnis vorwirft, und die USA hatten die Angriffe in der Region am vergangenen Samstag nach zwei aufeinanderfolgenden Wochen Kämpfen ausgesetzt. Der Irak, der trotz erklärter Neutralität tiefe wirtschaftliche Beziehungen zum Iran unterhält, bat um ein Treffen mit den USA und dem Iran, um den Konflikt zu besprechen.
Worauf Trader achten sollten
Der iranische Außenminister wiederholte die Verteidigungsdoktrin des Landes "Auge um Auge" und warnte, dass jede Aggression gegen den Iran eine starke Reaktion erzwingen würde und dass Unterstützer einer solchen Aggression als legitime Ziele betrachtet würden. Die Eskalation schürt Ängste vor einem größeren Krieg, der die globalen Energieversorgung und die Risikobereitschaft auf den Finanzmärkten bedroht.
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