Was ist passiert?
Israelische Siedler im besetzten Westjordanland haben zwei Moscheen, Fahrzeuge und landwirtschaftliche Flächen in Brand gesteckt, berichteten palästinensische Beamte, während die Spannungen nach tödlichen Zusammenstößen eskalieren. Die Angriffe ereigneten sich über Nacht in den Dörfern Qusra und Kour, wobei Siedler auch Hassgraffiti sprühten, darunter das Wort „Rache“ an einer Moscheewand, so die örtlichen Behörden.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Die Gewalt erfolgt zwei Tage nach einem Zusammenstoß nahe des Dorfes Tal, bei dem vier Palästinenser und zwei Israelis getötet wurden, wobei jede Seite der anderen Provokation vorwirft. Seitdem wurden laut palästinensischen Quellen mehrere Siedlerangriffe im gesamten Westjordanland gemeldet.
In Qusra sagte der Bürgermeister, Siedler hätten eine im Bau befindliche Moschee in Brand gesteckt. In Kour wurde eine weitere Moschee angezündet und Parolen gesprüht. Das israelische Militär erklärte, es habe Truppen nach Qusra entsandt und die Polizei werde ermitteln.
Die Bewohner schilderten die Angriffe mit Bestürzung. Hanan Turabi, deren Haus zu den sechs in Sarra niedergebrannten gehörte, sagte der BBC, sie sei mit ihren Kindern geflohen, als Siedler sich näherten. Ihr Bruder Kaied Ahmad Turabi, der aus Miami zu Besuch kam, wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er von maskierten Siedlern mit Stöcken verprügelt worden war.
Israels Militär erklärte, es arbeite daran, „nationalistische Verbrechen“ durch Siedler zu verhindern, aber Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat drastische Maßnahmen angekündigt, darunter den möglichen Abriss von Häusern mutmaßlicher palästinensischer Angreifer. Er gelobte auch, die Legalisierung von Siedlungsaußenposten zu beschleunigen, von denen einige bereits seit dem Zusammenstoß am Freitag aufgetaucht sind.
Worauf Trader achten sollten
Die Siedlergewalt im Westjordanland hat seit Beginn des Gazakrieges zugenommen. Die UN berichtete, dass seit dem 7. Oktober 2023 über 1.100 Palästinenser im Gebiet getötet wurden, darunter mindestens 35 durch Siedler. Die israelischen Siedlungen, Heimat von 700.000 Juden, gelten nach Völkerrecht als illegal, wobei 3,3 Millionen Palästinenser neben ihnen leben.
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