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Israelische Siedler haben nach Angaben palästinensischer Beamter zwei Moscheen, Autos und landwirtschaftliche Flächen im besetzten Westjordanland in Brand gesteckt, was die Spannungen nach einem tödlichen Zusammenstoß, bei dem am Freitag vier Palästinenser und zwei Israelis getötet wurden, verschärft. Die Gewalt ereignete sich in den Dörfern Qusra und Kour, wobei Siedler Berichten zufolge Eigentum verwüsteten, Gegenstände stahlen und Hass-Graffiti, darunter das Wort 'Rache' an Moscheewänden, sprühten. Der Bürgermeister von Qusra erklärte, dass eine im Bau befindliche Moschee in Brand gesteckt wurde. Das israelische Militär bestätigte die Entsendung von Truppen nach Qusra und erklärte, die Polizei werde Ermittlungen aufnehmen. Die jüngsten Angriffe folgen auf die Konfrontation am Freitag nahe dem Dorf Tal, bei der sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen, die Gewalt provoziert zu haben. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte mit 'massiven Maßnahmen', darunter mögliche Abriss von Häusern von zwei angeblich beteiligten Palästinensern. Seit dem tödlichen Zusammenstoß wurden mehrere Siedlerangriffe in Dörfern des Westjordanlands gemeldet. Die Region erlebt einen Anstieg der Siedlergewalt, insbesondere nach den von der Hamas geführten Angriffen am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gazakrieg. Die UN berichtet von über 1.100 getöteten Palästinensern im Westjordanland seit Kriegsbeginn, wobei mindestens 35 Todesfälle auf Siedlerangriffe zurückgehen. Israels Siedlungsausbau geht weiter: 700.000 Juden leben in Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem, die nach internationalem Recht als illegal gelten.
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