Was ist passiert?
Der US-Iran-Konflikt ist in seinen zehnten Tag eingetreten und hat zu einem starken Rückgang des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus geführt. In der Woche bis zum 19. Juli passierten nur 127 Schiffe die Meerenge, ein Rückgang um fast 50% gegenüber 248 Schiffen in der Vorwoche. Diese Störung hat die Brent-Rohölpreise auf nahezu 92 Dollar pro Barrel getrieben, wobei Brent am Dienstag 91,63 Dollar erreichte, bevor es auf 91,26 Dollar nachgab. West Texas Intermediate-Rohöl stieg um 2,3% auf 84,38 Dollar pro Barrel.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Die indischen Staatsraffinerien Indian Oil und Mangalore Refinery and Petrochemicals haben aufgrund der eskalierenden Spannungen die Rohölladungen aus dem Irak gestoppt. Maritime Geheimdienstdaten deuten darauf hin, dass der US-Marine-Geleitzug-Korridor weitgehend aufgegeben wurde und die Schiffsbetreiber über den nördlichen Kanal des Iran umleiten. Goldman Sachs schätzt, dass die Rohöllieferungen aus dem Persischen Golf auf weniger als 45% des Vorkrisenniveaus gefallen sind.
Worauf Trader achten sollten
Die anhaltende Störung in der Straße von Hormus, einem kritischen Engpass für die globale Ölversorgung, heizt den Inflationsdruck und die Risikoaversion an den Finanzmärkten an. Für die Kryptomärkte könnten höhere Ölpreise die Inflationssorgen verschärfen, was möglicherweise zu einer strafferen Geldpolitik und geringerer Liquidität führt. Dies könnte die Volatilität erhöhen und die Risikobereitschaft für spekulative Anlagen wie Kryptowährungen kurzfristig dämpfen.
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