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Das US-Justizministerium gab am Donnerstag bekannt, dass es die Vorladungen zurückziehen werde, die Anfang des Monats an vier Reporter der New York Times ausgestellt worden waren. Die Vorladungen sollten Aussagen erzwingen und Telefon- und Textnachrichtenaufzeichnungen im Zusammenhang mit der Berichterstattung der Journalisten über Sicherheitsbedenken bezüglich des neuen, von Katar gespendeten Air-Force-One-Jets beschaffen. Die Ankündigung erfolgte während einer Anhörung vor dem Bundesgericht in Manhattan, wo Richter Arun Subramanian über den Antrag der Zeitung auf Aufhebung der Vorladungen beriet. Sean Buckley, Chefberater von US-Staatsanwalt Jay Clayton, erklärte, die Regierung sei bereit, die Vorladungen zu diesem Zeitpunkt einseitig zurückzuziehen. Die am 10. Juli ausgestellten Vorladungen richteten sich an die Reporter Julian E. Barnes, Eric Lipton, Tyler Pager und Eric Schmitt und forderten auch Aufzeichnungen einiger Familienmitglieder an. Die Trump-Administration hatte versucht, vertrauliche Regierungsquellen zu identifizieren, die über die Sicherheitsfähigkeiten des Jets gesprochen hatten, was als Versuch kritisiert wurde, die Pressefreiheit zu unterdrücken. Die New York Times argumentierte in Gerichtsakten, dass die Vorladungen in böser Absicht ausgestellt worden seien, um die Presse für Berichte zu belästigen und zu bestrafen, die für den Präsidenten peinlich waren. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst eine zweiwöchige Pause beantragt, um weitere Ermittlungsschritte zu unternehmen, entschied sich aber letztendlich, die Vorladungen zurückzuziehen. Das Justizministerium hatte zuvor erklärt, dass die Reporter keine Ziele seien, sondern vielmehr diejenigen, die klassifizierte Informationen durchsickern ließen. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Pressefreiheit und nationalen Sicherheitsermittlungen.
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