Google von EU mit Milliardenstrafe wegen Kartellverstößen belegt

Google von EU mit Milliardenstrafe wegen Kartellverstößen belegt

Die Europäische Union verhängte eine Geldstrafe von rund 1 Milliarde US-Dollar gegen Google wegen Verstoßes gegen digitale Wettbewerbsgesetze. Sie entschied, dass Google seine eigenen Produkte in den Suchergebnissen unfair bevorzugte und Entwickler daran hinderte, Nutzer zu App-Stores Dritter zu leiten.

Was ist passiert?

Die Europäische Union verhängte am Donnerstag eine Geldstrafe von rund 1 Milliarde US-Dollar gegen Google wegen Verstoßes gegen ihren Digital Markets Act. Sie entschied, dass das Unternehmen seine eigenen Produkte in den Suchergebnissen unfair bevorzugte und Entwickler daran hinderte, Nutzer zu App-Stores Dritter zu leiten. Die Europäische Kommission verhängte eine Geldstrafe von 460 Millionen Euro wegen Selbstbevorzugung in der Google-Suche und eine Geldstrafe von 430 Millionen Euro wegen Anti-Steering-Praktiken, die App-Entwickler daran hindern, Nutzer auf alternative Kauf- oder Download-Optionen hinzuweisen.

Warum ist das für den Markt wichtig?

Teresa Ribera, die oberste Wettbewerbshüterin der Kommission, erklärte, dass Google die effektive Einhaltung des DMA nicht erreicht habe und dass die Durchsetzungsmaßnahme entschlossen, aber ausgewogen sei. Die Kommission behauptete, dass Google seine eigenen Dienste für Shopping, Hotels oder Flüge prominenter anzeige als die Angebote der Konkurrenz.

Die Kommission stellte jedoch fest, dass Google Änderungen an der Darstellung von Produkten in der Google-Suche vorgeschlagen und zu testen begonnen hat sowie Änderungen an seinen Steering-Bedingungen umsetzt. Die Regulierungsbehörden bewerten diese Schritte als Fortschritt in Richtung Compliance.

Kent Walker, Präsident für globale Angelegenheiten bei Google und Alphabet, argumentierte, dass die Umsetzung des EU-Wettbewerbsrechts weiterhin alltägliche Produkte beeinträchtige. Er sagte, die Compliance erfordere die Entfernung von Echtzeit-Suchfunktionen wie Sofortpreisen und direkter Verfügbarkeit für Hotels, Flüge und Restaurants sowie den Abbau von Sicherheitsvorkehrungen im Google Play Store. Er nannte die Regulierung eine Produktverschlechterung, die von eigennützigen Beschwerdeführern vorangetrieben werde.

Worauf Trader achten sollten

Die Geldstrafen kommen im Zuge einer breiteren Überprüfung von Big Tech in Europa und könnten die Marktstimmung gegenüber Alphabet-Aktien beeinflussen, obwohl das Unternehmen zuvor bereits große EU-Strafen verkraftet hat. Händler könnten auf etwaige Intraday-Volatilität bei Technologieaktien achten, während der Markt die Regulierungsmaßnahme verdaut.

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