Was ist passiert?
Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Einigung mit Coinbase erzielt und damit einen langjährigen Rechtsstreit darüber beigelegt, wie die Behörde während der Amtszeit des ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler mit öffentlichen Auskunftsersuchen umgegangen ist. Laut Gerichtsdokumenten erklärte sich die SEC bereit, 150.000 Dollar Anwaltskosten an History Associates, eine Beratungsfirma, die Coinbase vertrat, zu zahlen und zwei zuvor zurückgehaltene Dokumente freizugeben. Die SEC wird zudem ihre Aufbewahrungsrichtlinien überprüfen, einschließlich der Art und Weise, wie sie Kommunikation wie Textnachrichten aufbewahrt.
Warum ist das für den Markt wichtig?
Der Fall begann im Jahr 2024, als Coinbase über History Associates die SEC und die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) verklagte und behauptete, beide Behörden hätten gegen das Freedom of Information Act (FOIA) verstoßen. Coinbase argumentierte, dass die Aufzeichnungen damit zusammenhingen, ob Regulierungsbehörden versucht hatten, die Verbindungen der Kryptoindustrie zum Bankensystem zu kappen.
Coinbase-Chefjustiziar Paul Grewal schrieb in einem Meinungsbeitrag im Wall Street Journal, dass der ehemalige SEC-Vorsitzende Gary Gensler eine "Klagekampagne" gegen die Kryptoindustrie geführt habe. Während Genslers Amtszeit verklagte die SEC Coinbase und andere Krypto-Firmen wegen angeblicher Nichteinhaltung der bundesstaatlichen Wertpapierregistrierungsanforderungen.
Worauf Trader achten sollten
Grewal sagte, die Einigung habe langfristige Auswirkungen, da sowohl die FDIC als auch die SEC nun ihre Offenlegungs- und Aufbewahrungspraktiken überarbeiten. Dies könnte die regulatorische Transparenz erhöhen und die Fähigkeit der Regulierungsbehörden einschränken, hinter verschlossenen Türen übermäßig zu handeln.
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